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Einführung in die Motivationspsychologie

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egotheist
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8 months agoSteemit24 min read

Ursprünglich hatte ich nicht geplant, hier nochmal etwas Umfangreicheres zu veröffentlichen, aber irgendwie hatte ich gerade Lust dazu. Aus diesem Grund kommt ihr nun in den Genuss, einen Auszug aus der Rohfassung meines in Bälde erscheinenden Buches zu lesen. Sofern ihr Fehler findet, habt dafür etwas Verständnis, da die finale Überarbeitung erst in einigen Wochen ansteht. Dennoch viel Spaß damit.


Warum handeln Menschen? Warum verfolgen wir Ziele? Warum wenden wir immense Ressourcen auf, um Ideen zu verwirklichen? Die Antworten auf diese Fragen lassen sich auf zwei zentrale Thesen zusammenfassen: Einerseits haben Menschen ein beständiges Verlangen darüber, sich und die sie umgebende Welt zu kontrollieren.

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Quelle

Andererseits strukturieren wir unser Leben durch sowohl die Erfüllung von Zielen als auch deren Ablehnung, wenn uns das Erreichen als nicht möglich oder sinnvoll erscheint[1].
Das Kontrollbedürfnis teilen wir dabei mit anderen Säugetieren, denn die Fähigkeit, das eigene Verhalten an sich verändernde Umweltbedingungen gezielt anzupassen, ist selbstverständlich nicht einzig dem Menschen vorbehalten[2]. Wir sind uns lediglich wesentlich besser der damit verbundenen Mechanismen bewusst, was wir auch gezielt nutzen können, um davon zu profitieren. Da unser Gehirn außerdem über die ziemlich nervige Eigenschaft verfügt, sich negative Erlebnisse wesentlich länger zu merken als positive, sind wir in aller Regel instinktiv danach bestrebt, vermehrt positive Erfahrungen zu erschaffen, um einen beständigen Fluss angenehmer Situationen aufrechtzuerhalten[3]. Die Schattenseiten dieses Mechanismus sind allerdings vielen von uns ebenso bekannt. Wir mögen beispielsweise den positiven Rausch, den Glücksspielgewinne mitbringen. Ebenso neigen wir dazu, Situationen zu erschaffen, die zwar wahrscheinlich nicht unbedingt positiv für unser längerfristiges Wohlergehen sind (naheliegendes Beispiel wäre hier jeglicher Alkoholkonsum oder ähnlich suchterzeugende und gleichzeitig schädliche Verhaltensweisen), aber oftmals lechzt unser Gehirn geradezu nach kurzfristiger Impulsbefriedigung und den damit verbundenen, angenehmen Gefühlen. Problematisch wird es erst, wenn wir der Impulsbefriedigung alles andere unterordnen und dadurch die notwendige Balance zwischen Impuls und Kontrolle verlieren.
Denn wir benötigen Kontrolle über unser Leben sowie alles, was dazugehört, damit der konstante Fluss an positiven Momenten nicht urplötzlich abreißt oder sich in eine Sturmflut des destruktiven Verhaltens verwandelt, die alles, was ihr im Weg steht, ohne Gnade vernichtet. Nicht ohne Grund berichten depressive Patienten oftmals von einem Gefühl des Kontrollverlusts und dass nichts in ihrem Leben zu funktionieren scheint. Wem die wahrgenommene oder reale Kontrolle entrissen wurde, der wird es ungleich schwieriger finden, der eigenen Existenz eine großartige Bedeutung beizumessen, geschweige denn die Motivation aufzubringen, positive Verhaltensweisen zu entwickeln.
Eng verbunden damit ist der Prozess der Zielsetzung und -erfüllung. Alles, was wir (nicht) tun, läuft letztlich darauf hinaus, dass wir eine Vorstellung davon entwickelt haben, was wir mit unserem Leben anfangen wollen und wie wir dieses Bild Wirklichkeit werden lassen könnten. Das beliebte Sprichwort „Leben ist das, was passiert, während wir Pläne machen“ erscheint zwar auf den ersten Blick sehr nachvollziehbar, verkennt aber die simple Tatsache, dass Menschen immer Pläne machen. Oder um einmal Paul Watzlawicks berühmtes Zitat etwas abzuwandeln: „Man kann nicht nicht planen.“
Wir haben ein inneres Bedürfnis dafür, unserem Leben eine Struktur zu geben, weshalb es uns umso härter trifft, wenn diese Struktur aus den Fugen gerät.
Möglichkeiten zu finden, diese Struktur fest in unserem Leben zu verankern, positive Gewohnheiten zu erschaffen und die intrinsische Motivation gezielt zum eigenen Vorteil einzusetzen, scheinen gute Ansatzpunkte zu sein, um das eigene Wohlbefinden zu steigern. Es existiert eine ganze Reihe verschiedenster Theorien darüber, welche Aspekte bei der Entwicklung von Motivation eine tragende Rolle spielen. Allein eine Darstellung der einzelnen Modelle böte genügend Material für ein eigenes Buch, daher musste ich mich in meiner Auswahl der Theorien etwas begrenzen. Da es an dieser Stelle jedoch spezifisch um den Aspekt der Selbstmotivation geht und wie sich diese erreichen lässt, habe ich dem auch in meiner Betrachtung entsprechend Rechnung getragen. Klassische Motivationstheorien wie beispielsweise Maslows hierarchisches Modell der Bedürfnisse[4][5] werde ich hier nicht beachten, da es von nun an sinnvoller ist, wenn ich davon ausgehe, dass die grundlegenden Bausteine bei jedem Leser vorhanden sind. Stattdessen schauen wir uns etwas genauer die neurobiologischen Hintergründe an, die bei Motivationsprozessen eine Rolle spielen. Anschließend werfen wir einen Blick auf die konkreten Entwicklungsmechanismen der Motivation, kombinieren das Ganze mit einigen Ideen von Zielsetzungstheorien und werden uns am Ende schließlich dem mentalen Hochgefühl eines Flow-Erlebnisses widmen. Durch diese Herangehensweise sollte es Ihnen möglich sein, ein grundlegendes Verständnis jener Prozesse zu erhalten, die maßgeblich mit daran beteiligt sind, wie Motivation entsteht und wie Sie sich diese zunutze machen können. Selbstverständlich bietet diese Übersicht lediglich ein Schaufenster in die Welt der Motivationspsychologie, weshalb mein Anspruch auch längst nicht darin besteht, als Weiser vom Berge herabzusteigen und die ewigen Regeln der Selbstmotivation in virtuelle Steinplatten zu meißeln. Wenn Sie bereits andere Erklärungsansätze gefunden haben, die für Sie hervorragend funktionieren (und vermutlich im Einklang mit Theorien stehen, die hier keine Betrachtung erfahren), dann freue ich mich, dass Sie trotzdem noch lesen. Für alle anderen Interessierten hoffe ich, dass Sie, ebenso wie aus den vorherigen Kapiteln, relevantes Wissen gewinnen können.

Das motivierte Hirn

Wie mittlerweile allen Lesern klar sein sollte, lege ich sehr viel Wert darauf, auf neurologische Mechanismen einzugehen, die in Verbindung zu unseren Verhalten stehen. Dieser Ansatz ist gerade im Hinblick auf Motivationsprozesse überaus sinnvoll, denn er erlaubt es uns, ein Verständnis der beteiligten Mechanismen zu entwickeln, die über ein zirkuläres „Es ist so, weil es so ist“ hinausgehen[6].
Was meine ich damit?
Man kann das einmal an folgendem Beispiel veranschaulichen:
Warum gehe ich häufig ins Kino? Eine mögliche Antwort wäre, weil es mich unterhalt und mir Freude bereitet. Woher man das weiß? Nun, offensichtlich gehe ich häufig ins Kino, also muss es eine Aktivität sein, die mir Freude bereitet.
Skeptische Leser werden an diesen Beispiel sofort ein logisches Problem erkennen.
Der häufige Gang ins Kino ist nicht automatisch ein Beleg dafür, dass mir diese Aktivität Freude bereitet. Es könnte ebenso möglich sein, dass hier eine gänzlich andere Erklärung greift. Vielleicht fungiere ich lediglich als Begleitung für eine von mir geschätzte Person (die ursprüngliche Aussage bietet keinerlei Anhaltspunkt dahingehend, ob ich alleine bin oder nicht), obwohl ich es an sich nicht sonderlich mag, ins Kino zu gehen. Wie wir sehen können, ist die alleinige Beobachtung einer Aktivität noch kein hinreichender Beweis dafür, welche emotionalen Ursachen diesem Verhalten zugrunde liegen. An dieser Stelle kann uns allerdings die Biopsychologie weiterhelfen. Ihre Aufgabe besteht nun darin, die neuralen Korrelate des beobachteten Verhaltens ausfindig zu machen und angemessen einzuordnen. Man wird daher viel eher erklären, dass der häufige Gang ins Kino mit einer erhöhten Produktion von bestimmten Hormonen und Neurotransmittern in Verbindung steht, die entweder tatsächlich mit der Aktivität als solcher zusammenhängen oder nicht doch viel eher mit meiner Begleitung. Realer Kontext sowie biologische Grundlagen sind daher untrennbar miteinander verbunden, wenn man erklären will, wie Motivationsprozesse ablaufen. Ebenso unteilbar ist die Verbindung zwischen Motivation und Emotion.

Warum handeln Menschen?

Diese sehr zentrale Frage beschäftigt nicht nur seit jeher die Psychologie, sondern ebenso verwandte Felder wie Wirtschaftswissenschaften, Soziologie oder Politologie. Im Hinblick auf Motivation und Handlung haben Biopsychologen eine sehr simple, aber überaus effiziente Antwort gefunden: weil Tiere (und Menschen im Speziellen) fühlen.
Ganz gleich, was wir auch (nicht) tun – es wird stets in irgendeiner Weise mit verschiedenen Emotionen verbunden sein. Die alte Idee eines Homo Oeconomicus, der imstande ist, zu jeder Zeit rationale Kosten-Nutzen-Entscheidungen zu treffen, wird von Verhaltensforschern aus gutem Grund als hoffnungslos überkommen angesehen. Menschen sind fundamental emotionale Wesen, weshalb jede unserer Handlungen auch stets von Gefühlen geprägt sein wird. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir zum völlig willenlosen Opfer unserer eigenen Impulse werden, doch wir dürfen deren Einfluss ebenso nicht unterschätzen. Wir erleben Gefühle der blanken Euphorie, wenn unsere favorisierte Sportmannschaft einen wichtigen Meisterschaftstitel gewinnt. Ebenso wie wir nicht selten mit Inbrunst die Affäre unseres Partners hassen (oder gar ihn), sobald wir darüber etwas in Erfahrung bringen, denn wir fühlen uns verletzt und betrogen, weshalb wir nach Wegen suchen, diese Emotionen zu kanalisieren. Gleichsam sind wir aber auch vielen Situationen gegenüber völlig gleichgültig, zu denen wir keine wirklichen Bezug haben. Beispielsweise ist die Bereitschaft höher, einer Gruppe Menschen Geld zu spenden, der wir uns selbst aufgrund gewisser Charakteristiken zugehörige fühlen als umgekehrt[7][8]. Eine Beteiligung von Gefühlen an menschlichen Entscheidungsprozessen zu verneinen, käme demnach einer Negation der menschlichen Natur an sich gleich. Im Jahr 1971 brachte der Physiologe Michel Cabanac die Verbindung zwischen Emotion und Motivation auf eine simple Gleichung[9]:

Angenehm = Nützlich

Der gesamte Prozess der Evolution ist ein beständiger Balanceakt zwischen angenehmem und dadurch oftmals auch nützlichem Verhalten und destruktiven Tätigkeiten, die zum eigenen Wohl besser vermieden werden sollten. Das wohlige Gefühl, das wir oftmals empfinden, wenn wir einer Tätigkeit nachgehen, die uns Freude bereitet, ist eine direkte Konsequenz unseres evolutionären Erbes. Dinge, die unser Wohlbefinden steigern, sorgten, historisch betrachtet, oft für eine höhere Überlebensrate, weshalb unser Gehirn verständlicherweise auch gezielt nach diesen Stimuli sucht[10]. Dass wir natürlich nicht immer derart idealtypisch handeln, dürfte für alle offensichtlich sein, es handelt es sich hierbei auch viel eher um ein Schema und keine komplette Abbildung realer Verhältnisse. Michel Cabanac, einer der führenden Wissenschaftler, sobald es um den Einfluss von positiven Gefühlen auf Handlungen geht, konnte in einer Vielzahl von Experimenten nachweisen, dass das Ausführen einer Tätigkeit maßgeblich davon bestimmt wird, wie stark oder schwach positiv wir diese empfinden. Besonders deutlich wurde das, wenn sowohl ein angenehmer als auch ein unangenehmer Faktor zur selben Zeit auftreten. Im Zuge eines Versuchs ließ Cabanac mehrere Versuchspersonen ein Videospiel innerhalb eines klimatisch kontrollierten Raums spielen. Während des Experiments wurde die Temperatur der Umgebung schrittweise verringert sowie gleichzeitig von den Probanden verlangt, einerseits zu bewerten, wie angenehm sie die Tätigkeit des Videospielens empfanden und andererseits was sie bezüglich der Umgebungstemperatur fühlten. Aus den gewonnenen Ergebnissen ließ sich sehr klar ableiten, dass die Versuchsteilnehmer immer genau so lange innerhalb des Raumes verblieben, wie die positiven Gefühle des Videospielens gegenüber den negativen Gefühlen der Kälte der Umgebung überwogen. Kehrte sich dieses Verhältnis jedoch um, verließen die Probanden den Raum. Die empfundene Annehmlichkeit einer Tätigkeit ist also einerseits stets die relevante Größe, die uns zuverlässig vorhersagen lässt, ob Menschen dieser Tätigkeit nachgehen oder nicht. Ebenso ist sie allerdings in starkem Maße kontextabhängig. Verändert sich die Situation, passen wir auch automatisch unsere Bewertung an die neuen Verhältnisse an[11].
Allerdings ist die unmittelbare Bewertung lediglich ein Teil des gesamten Bildes. Als wie (un)angenehm wir eine Situation oder eine Tätigkeit letztlich einschätzen, hängt ebenso davon ab, welche Erfahrungen wir mit einer ähnlichen Situation verbinden, in der wir uns schon einmal befunden haben. War die damals erlebte Situation maßgeblich positiv oder negativ? Ist ein schmerzliches Beziehungsende ein verlässlicher Prädikator für ähnliche Erfahrungen in der Zukunft? Vermutlich nicht, dennoch neigen wir oftmals dazu, vergangenen Erfahrungen eine beinahe prophetische Deutungshoheit zuzuschreiben, um vor zukünftigen, negativen Situation geschützt zu sein oder vice versa. Zwar ist es unmöglich für uns mit absoluter Gewissheit zu wissen, ob eine neue Situation auf ähnliche Weise unsere emotionale Reaktion provozieren wird, dennoch färbt die Vergangenheit sowohl unsere Erwartungshaltung als auch die damit verbundene Entscheidungs(un)willigkeit. Durch die eben beschriebene Zweiteilung der Situationsbewertung überrascht es daher auch kaum noch, dass in der Biopsychologie ebenfalls zwei Phasen von Motivationsprozessen existieren, die es zu betrachten lohnt. Einerseits existiert eine sogenannte Motivationsphase, die sich dadurch kennzeichnet, dass wir gezielt darauf hinarbeiten, eine konkrete Belohnung zu erhalten oder, auch das gehört dazu, eine unangenehme Situation zu vermeiden. Merke: Selbst die Entscheidung, etwas nicht zu tun, ist immer noch eine motivationsgesteuerte Handlung.
Die zweite Phase wird als Vollendungsphase bezeichnet. Nachdem es uns gelungen ist, das gesetzte Ziel zu erreichen, wird es nun Zeit zu entscheiden, ob die Anstrengung gerechtfertigt war oder nicht. Heißt im Klartext, haben wir durch die Ausführung ein Mehr Freude erhalten oder nicht[12]. Dem Biopsychologen Kent Berridge zufolge, lässt sich die Motivationsphase auf den Begriffs wanting (wollend) herunterbrechen, den man gleichzeitig vom sinnverwandten liking (mögend) abgrenzen sollte. Diese Trennung mag für einige etwas kleinlich wirken, hat aber einen sehr sinnvollen Hintergrund. Während der erste Begriff vor allem mit dem Prozess der Zielerreichung in Verbindung steht, handelt es sich beim zweiten bereits um eine Bewertung des Ergebnisses, weshalb dieser auch besser für die zweite Phase passt.

Doch warum existiert diese Aufteilung überhaupt und weshalb ist sie sinnvoll?
Das lässt sich sehr einfach erklären. Wie wir bereits wissen, beeinflussen unsere vergangenen Erfahrungen maßgeblich unsere zukünftigen Entscheidungen. Wäre es uns nicht möglich, eine kontinuierliche Neubewertung von Erfahrungen vorzunehmen, würden wir am Ende in einem Kreislauf ewiger Stagnation festhängen, da keine Anpassung unseres Verhaltens auf Basis neuer Erfahrungen möglich ist. Das ist glücklicherweise nicht so, denn selbst wenn die Motivationsphase von vergangenen Erlebnissen geprägt ist, so ermöglicht uns die Vollendungsphase, diese in einem neuen Licht zu sehen und unsere Erwartungen gegebenenfalls neu auszurichten. Damit ist zwar längst nicht gesagt, dass diese Neuausrichtung eine positive ist, aber immerhin wissen wir, dass eine Anpassung grundsätzlich möglich ist. Das ist doch auch schon etwas. An dieser Stelle erscheint es mir auch sinnvoll darauf hinzuweisen, dass wir nicht notwendigerweise wollen, was mir mögen. Dieser scheinbare Widerspruch löst sich auf, sobald wir uns bewusst machen, dass beispielsweise Drogenabhängige ein immenses Verlangen nach der suchtauslösenden Substanz haben, obwohl der Konsum selbiger ihnen keinerlei angenehme Gefühle mehr beschert[13]. Jene Menschen erfahren am eigenen Leib, was Arthur Schopenhauer damit meinte, als er schrieb: „Der Mensch kann zwar tun was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“[14][15]
Zwischenfazit: Motivation ist eine komplizierte Angelegenheit.

Unternehmen wir daher noch einen kurzen Ausflug ins Gehirn und schauen uns jene Areale an, die eine zentrale Rolle bei den bisher aufgeführten Motivationsprozessen spielen.
Zuerst können wir wieder einmal einen Blick auf die Amygdala werfen. Wir erinnern uns, das ist jener Teil des Gehirns, der maßgeblich an Entscheidungsprozessen beteiligt ist, aber ebenso Einfluss auf unsere Gedächtnisfunktion hat und zwar vor allem für die Regulierung negativer Emotionen wie Angst und Aggression bekannt ist, aber auch eine großen Einfluss auf unser Belohnungsverhalten ausübt[16]. Das lässt sich anhand des nachfolgenden Beispiels sehr schön erklären. Es hat sich gezeigt, dass die Amygdala die Hauptverantwortung für die sogenannte pawlowsche Konditionierung trägt. Die 1897 durch Ivan Pawlow entwickelte Form der klassischen Konditionierung besagt, dass ein biologisch starker Stimulus mit einem neutralen Stimulus in der Form kombiniert wird, dass nach einiger Zeit allein das Auftreten des neutralen Stimulus genügt, um innerhalb eines Organismus eine ähnliche Reaktion wie auf den biologisch starken Stimulus hervorzurufen[17].
Was beim ersten Lesen etwas abstrakt klingt, lässt sich im Grunde sehr einfach anhand des berühmten Experimentes von Pawlow veranschaulichen: dem pawlowschen Hund.
Dabei beobachtete Ivan Pawlow, dass ein Hund beim Anblick von Futter (biologischer Stimulus) mit Speichelfluss reagiert. Wenn Pawlow nun wiederholt kurz vor der Nahrungsvergabe eine Glocke (neutraler Stimulus) ertönen ließ und daraufhin das Essen brachte, gewöhnte sich das Versuchstier an die Verbindung aus Glocke und Essen. Ertönte schließlich nur noch die Glocke, ohne dass unmittelbar darauf Essen erfolgte, genügte dieser neutrale Stimulus dennoch, um den Speichelfluss des Hundes zu verstärken, da seine Erwartungshaltung darin bestand, dass kurz nach dem Glockenton ebenfalls Futter erscheinen würde. Dieser Vorgang wird als klassische Konditionierung bezeichnet[18].
Wie man in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts herausgefunden hat, stellt die Amygdala die zentrale Schnittstelle zwischen klassischer Konditionierung und Hirnaktivität dar[19]. Aber damit nicht genug. Durch die Aktivität der Amygdala und ihrer Beeinflussung anderer Hirnareale ist es uns überhaupt erst möglich, adäquat auf positive oder negative Situationen zu reagieren und diese entsprechend zu bewerten[20]. Wird dieser Teil unseres Gehirns allerdings durch unglückliche Umstände beschädigt, würde es uns sofort wesentlich schwerer fallen, ein normales Leben zu führen. Wer also schon immer einmal mit dem Gedanken gespielt hat, dieses kleine Ding zu entfernen, um dadurch keine Angst mehr haben zu müssen, sollte sich das besser dreimal überlegen. Die zu erwartenden Nachteile überwiegen die wenigen Vorteile bei weitem.
Das nächste Areal, das eine nähere Betrachtung verdient, ist das Striatum. Dieser Teil unseres Gehirns kommt immer genau dann zum Einsatz, wenn wir uns in wollenden Phase des Motivationsprozesses befinden. Der Grund hierfür ist sehr simpel: Im Striatum sitzt der sprichwörtliche innere Schweinehund. Es entscheidet, welche Handlungen wir ausführen und welche wir unterlassen. Nur auf sein Zutun ist es uns möglich, vom bequemen Sessel aufzustehen, die Laufschuhe anzuziehen und guter Dinge hinauszulaufen. Oder auch nicht. Wäre ja noch schöner, wenn es immer so einfach läuft. Pun intended.
Das Striatum sorgt im Grunde dafür, in welche Richtung unsere Motivation verläuft und zieht anschließend an den notwendigen Fäden, um unser Verhalten in diese oder jene Richtung zu steuern. Doch wie gelingt diesem cleveren Strippenzieher das?

Mithilfe eines alten Bekannten: dem Neurotransmitter Dopamin[21].
Wir sind diesem Namen schon mehrfach im Zuge des vergangenen Kapitels begegnet und wie wir nun sehen werden, hat es eine nicht ganz unwichtige Aufgabe zu erfüllen. Wenn man Menschen nach Dopamin befragt, die nicht unbedingt in den Genuss einer wie auch immer gearteten psychologischen Ausbildung gekommen sind, dann wird man nicht selten zur Antwort bekommen, dass es zu den sogenannten Glückshormonen gehört, da seine Wirkung mit psychoaktiven Drogen vergleichbar ist. Das ist allerdings nur etwa halb richtig. Oder halb falsch, falls Sie eher auf der pessimistischen Seite des Lebens stehen. Tatsächlich fungiert Dopamin eher als initialisierender Motivationsfaktor. Das zeigt sich unter anderem daran, dass Dopamin-Neuronen nach mehreren Versuchen nicht mehr auf die eigentliche Belohnung reagieren, sondern viel eher den der Belohnung vorausgehendenn, neutralen Stimulus (wir erinnern uns an den pawlowschen Hund)[22].
Konkret wird dieser Mechanismus vor allem dann, wenn man sich anschaut, wie die Dopamin-Neuronen auf unterschiedle Situationen reagieren. Folgt auf den neutralen Stimulus eine Belohnung, die den Erwartungen entspricht, bleibt die Aktivität der Neuronen gleich; liegt sie hingegen über den Erwartungen, feuern auch die Neuronen umso stärker und vice versa. Die Aktivitätsverringerung der Dopamin-Neuronen als Reaktion auf eine Enttäuschung kann man sehr gut als ein Vermeidungsverhalten bei unangenehmen Erfahrungen interpretieren. Niemand mag es, wenn seine Erwartungen enttäuscht werden, daher wird das Gehirn, konkret das Striatum, in Zukunft versuchen, derartige Situationen zu vermeiden.
An dieser Stelle wird es allerdings etwas verwirrend. Wäre wohl auch zu schön gewesen, wenn sich alle Dopamin-Neuronen auf die exakt selbe Weise verhalten. Einige haben sich jedoch dazu entschieden, einen etwas anderen Weg zu gehen und nehmen eine Position wider den Mainstream ein. Diese Hipster-Neuronen feuern nämlich nicht nur, wenn sie eine Belohnung erwarten, sondern ebenso, wenn sie sich mit einem negativen Ergebnis konfrontiert sehen. Bedeutet das nun, dass unser Gehirn es eigentlich ganz toll findet, wenn es nicht das bekommt, was es will? Nun…jein.
Um das zu verstehen, müssen wir unsere ursprünglichen Kategorien etwas anpassen. Unterschieden wir bisher in positive und negative Ergebnisse, existiert noch eine dritte Option, die nicht minder relevant ist: Erhöht oder verringert ein bestimmter Stimulus unsere Überlebenschancen?
In jedem Fall muss diesem Stimulus eine hohe Bedeutung beigemessen werden, denn dadurch sind wir bestrebt, unsere Aufmerksamkeit darauf zu richten und einen angemessenen Umgang damit zu finden. Dieser aktive Umgang mit sowohl positiven als auch negativen Begebenheiten wird als motivierende Salienz[23] bezeichnet[24]. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass ein simples, passives Vermeidungsverhalten nicht in diese Kategorie gezählt werden kann, da hierbei keine erhöhte Aktivität der Dopamin-Neuronen zu erkennen ist.
Wir haben nun bereits pawlowsche Hunde in der Amygdala und Hipster-Dopamin-Neuronen im Striatum kennengelernt – was kommt als Nächstes? Der orbitofrontale Cortex.
Dieser Teil des Gehirn ist maßgeblich damit beschäftigt, die verschiedenen Informationen, die ihn über die Sinnesorgane erreichen, sinnvoll zu interpretieren und in Entscheidungen umzusetzen. Durch seine Verbindung zur Amygdala sowie dem Striatum ist es dem OFC möglich, Unterschiede zwischen Belohnungen und Bestrafungen zu erkennen, um angemessen darauf zu reagieren[25]. Dem OFC haben wir es zu verdanken, dass wir beispielsweise imstande sind, den Verlust oder Gewinn von Geld in einen emotionalen Zufriedenheitswert zu übersetzen[26]. Zugespitzt findet sich diese Funktion beispielsweise in dem 2005 erschienen Film Revolver[27], in dem der Protagonist Jack Green während einer Szene sagt:

"Nothing hurts more than humiliation and a little money loss.“

Dieser Schmerz, den wir zum Beispiel beim Verlust von Geld empfinden, kommt nur zustande, weil es unserem Gehirn möglich ist, den emotionalen Wert dieses Verlustes zu bestimmen – dem orbitofrontalen Cortex sei Dank. Diese Funktion lässt sich sogar bildlich nachweisen. In Laborversuchen konnte gezeigt werden, dass jeweils unterschiedliche Regionen des OFC aktiv wurden, abhängig davon, ob sich die Versuchspersonen mit finanziellen Belohnungen oder Verlusten konfrontiert sahen[28]. Diese Funktion hat einen offensichtlich sehr bedeutsamen Nutzen:
Wir lernen zu differenzieren, ob ein Ergebnis unseren Erwartungen entsprach oder nicht und können unser Verhalten entsprechend anpassen. Verspricht uns beispielsweise jemand eine hohe Belohnung für eine bestimmte Tätigkeit, zeigt sich allerdings bei der Auszahlung überaus geizig, so springt der OFC mit einem „Hey, Moment mal…“ ein und überprüft, ob das Resultat auch das ist, was wir uns erhofft haben. Ist es das nicht, werden wir daraus den Schluss ziehen, mit dieser Person in Zukunft keine Vereinbarungen mehr zu treffen. Das ist natürlich eine idealtypische Situation für neurotypische Menschen. Es wird allerdings vermutet, dass eine Störung des OFC Mitverantwortung für die Symptome einer ganzen Reihe psychischer Erkrankungen wie Schizophrenie, Depressionen, Sucht oder Panikstörungen trägt[29].

Werfen wir zum Abschluss unserer biopsychologischen Betrachtung noch einen Blick auf den lateralen präfrontalen Cortex[30].
Im LPFC (Abkürzungen sind ein wahrer Segen) finden wir eine ganze Reihe überaus nützlicher Funktionen, die uns das Leben erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen.
Unser Bewegungsapparat wird darüber gesteuert[31], aber ebenso sorgt er in Kombination mit anderen Hirnarealen für ein funktionierendes Arbeitsgedächtnis[32]. Außerdem sitzt hier die Steuerungszentrale für gezieltes Planen[33] sowie daraus resultierende Entscheidungen[34]. Sollten wir also jemals in die unglückliche Situation gelangen, dass dieser Teil unseres Gehirns beschädigt wird, können wir uns darauf verlassen, signifikante Einschnitte in unserem alltäglichen Leben wahrzunehmen. Vor allem die Fähigkeit, komplexe Gedanken und Pläne zu formen, um am Ende nach diesen zu handeln, ist ein maßgeblicher Faktor, der uns von anderen Tieren unterscheidet. Wir erinnern uns an das eingangs zweckentfremdete Zitat: „Man kann nicht nicht planen.“
Der LPFC verfügt darüber hinaus über die Möglichkeit, die motivierenden Impulse, die durch die Amygdala abgegeben werden, in sinnvolle Richtungen zu verweisen. Der Grund, weshalb wir nicht jedem Bedürfnis sofort nachgeben und statt einen schnöden Arbeitstag im Büro zu verbringen, lieber stundenlang Videospiele spielen, liegt in der Aktivität des LPFC und dessen regulierender Kontrolle im Hinblick auf diese Impulse[35].
Mithilfe des Überblicks auf den vergangenen Seiten verfügen Sie nun über ein grundlegendes Verständnis dessen, was sich im Gehirn im Zuge motivationaler Prozesse abspielt. Diese Betrachtung war selbstverständlich längst nicht allumfassend, doch ich denke, dass es mir gelungen ist, ein recht klares Bild zu zeichnen. Nachdem wir nun wissen, wie es im Kopf aussieht, können wir den nächsten Schritt gehen und uns der konkreten Entstehung von Motivationsprozessen widmen.


Fußnoten / Quellenverweise

[1] Heckhausen, Jutta; Heckhausen, Heinz. Motivation and Action: Introduction and Overview. In Motivation and Action (3rd Ed). Springer. 2018.

[2] Heckhausen, J. (2000). Evolutionary perspectives on human motivation. American Behavioral Scientist, 43, 1015–1029.

[3] Frijda, N. H. (1988). The laws of emotion.American Psychologist, 43, 249–358.

[4] Abraham Maslow entwickelte 1954 ein Bedürfnismodell, dessen zentrale Aussage darin bestand, dass verschiedene Bedürfnisse des Menschen hierarchisch gegliedert sind. Das bedeutet, dass Grundbedürfnisse wie beispielsweise Nahrung und Schlaf zuerst erfüllt sein müssen (die Reihenfolge der Kapitel dieses Buches ist offensichtlich nicht ganz zufällig entstanden), damit darauf aufbauende Bedürfnisse wie soziale Interaktion und Selbstverwirklichung überhaupt möglich sind.

[5] Maslow, A. H. (1954). Motivation and personality. New York, NY: Harper.

[6]Schultheiss O.C., Wirth M.M. (2018) Biopsychological Aspects of Motivation. In: Heckhausen J., Heckhausen H. (eds) Motivation and Action. Springer, Cham

[7] Mathur, V.A., Harada, T., Lipke, T., Chiao, J.Y., 2010. Neural basis of extraordinaryempathy and altruistic motivation.NeuroImage 51, 1468–1475.

[8] Dieses Phänomen wird auch als In-Group-Out-Group-Bias bezeichnet.

[9] Cabanac, M. (1971). Physiological role of pleasure. Science, 173, 1103–1107.

[10] Cabanac, M. (2014). The fifth influence. Or, the dialectics of pleasure (2nd ed.). Green Bay, WI: BookWhirl.

[11] Interessanter Fakt am Rande: Die subjektive Wahrnehmung einer bestimmten Situation und die damit verbundene Bewertung in Abhängigkeit der beobachteten Verhältnisse ist ein zentraler Theoriebaustein der Verhaltensökonomie und der damit einhergehenden Prospect Theory, die in den späten 70er Jahren von Daniel Kahneman und Amos Tversky entwickelt wurde. Sie wird darin als Reference Dependence bezeichnet. Interessierten Lesern empfehle ich einmal die Lektüre des ursprünglichen Papers Pros-pect Theory: An Analysis of Decision Under Risk.

[12] Berridge, K. C. (1996). Food reward: Brain substrates of wanting and liking. Neuroscience and Biobehavioral Reviews, 20, 1–25.

[13] Robinson, T. E., & Berridge, K. C. (2000). The psychology and neurobiology of addiction: An incentive–sensitization view. Addiction, 95(Suppl 2), S91–117.

[14] Schopenhauer, Arthur. Die Welt als Wille und Vorstellung. 2009. Anaconda

[15] Ich bin mir selbstredend bewusst, dass Schopenhauer dies im Bezug auf freiheitliche Willensakte verfasste und dadurch zwar die Existenz einer Handlungsfreiheit bejahte, aber gleichzeitig Willensfreiheit negierte. So spannend die daraus entstehende Debatte auch ist, sprengt sie doch leider den Rahmen dieses Werks.

[16] Wassum, K. M., & Izquierdo, A. (2015). The basolateral amygdala in reward learn-ing and addiction. Neuroscience and Biobehavioral Reviews, 57, 271–283.

[17] Cherry K. "What Is a Conditioned Response?". https://www.verywellmind.com/what-is-a-conditioned-response-2794974

[18] Klassische Konditionierung nach Pawlow. In: Lehrtextsammlung der Abteilung für Pädagogik & Pädagogische Psychologie am Institut für Pädagogik und Psychologie der Johannes Kepler Universität Linz. http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/4711/LEHRTEXTE/LERNEN/klassi.htm

[19] LeDoux, J. E. (1996). The emotional brain. New York: Simon & Schuster.

[20] Bechara, A., Damasio, H., Tranel, D., & Damasio, A. R. (1997). Deciding advantageously before knowing the advantageous strategy. Science, 275, 1293–1295.

[21] Bromberg-Martin, E. S., Matsumoto, M., & Hikosaka, O. (2010). Dopamine in motivational control: Rewarding, aversive, and alerting. Neuron, 68, 815–834.

[22] Schultz, W., Dayan, P., & Montague, P. R. (1997). A neural substrate of prediction and reward. Science, 275, 1593–1599.

[23] Der Begriff der Salienz kann mit Auffälligkeit übersetzt werden. Das bedeutet, dass ein bestimmter Stimulus im Fokus unser bewussten Wahrnehmung steht. Dadurch ist es uns überhaupt erst möglich, notwendige Handlungen zu unternehmen, um sinnvoll auf diesen Stimulus zu reagieren.

[24] Bromberg-Martin, E. S., Matsumoto, M., & Hikosaka, O. (2010). Dopamine in motivational control: Rewarding, aversive, and alerting. Neuron, 68, 815–834.

[25] Fuster, J.M. The Prefrontal Cortex, (Raven Press, New York, 1997).

[26] Kringelbach, M. L. (2005). The human orbitofrontal cortex: Linking reward to he-donic experience. Nature Reviews Neuroscience, 6, 691–702.

[27] Meiner bescheidenen Meinung nach gehört dieser Film zu den besten, die je gedreht wurden. Vermutlich wird man ihn beim ersten Mal nicht sofort verstehen, da er sich auf mehreren Ebenen mit der Konzeption des Selbst und den daraus entstehenden Konsequenzen auseinandersetzt. Aufgrund der unerwarteten Komplexität der Thematik gehen die Kritiken auch sehr weit auseinander, ich empfehle ihn dennoch uneingeschränkt.

[28] O’Doherty, J., Kringelbach, M. L., Rolls, E. T., Hornak, J., & Andrews, C. (2001). Abstract reward and punishment representations in the human orbitofrontal cortex. Nature Neuroscience, 4, 95–102.

[29] Jackowski, AP; Araújo Filho, GM; Almeida, AG; Araújo, CM; Reis, M; Nery, F; Batista, IR; Silva, I; Lacerda, AL (June 2012). "The involvement of the orbitofrontal cortex in psychiatric disorders: an update of neuroimaging findings". Revista Brasileira de Psiquiatria. 34 (2): 207–12.

[30] Für die Nerds: Dieses Areal unterteilt sich eigentlich noch einmal in den dorsolateralen und ventrolateralen präfrontalen Cortex, aus Gründen des einfacheren Verständnisses, fasse ich diese Bereiche allerdings zusammen. Letzten Endes ist das hier immer noch ein populärwissenschaftliches Werk und kein anatomisches Fachbuch der Neurowissenschaften. So viel Freiheit gesteht man mir hoffentlich zu.

[31] Levy, BJ; Wagner, AD (2004). "Cognitive control and right ventrolateral prefrontal cortex: reflexive reorienting, motor inhibition, and action updating". Ann N Y Acad Sci. 1224 (1): 40–62. doi:10.1111/j.1749-6632.2011.05958.x

[32] Barbey AK, Koenigs M, Grafman J (May 2013). "Dorsolateral prefrontal contribu-tions to human working memory" (PDF). Cortex. 49 (5): 1195–1205. doi:10.1016/j.cortex.2012.05.022

[33] Chan, R. C. K., Shum, D., Toulopoulou, T. & Chen, E. Y. H., R; Shum, D; Tou-lopoulou, T; Chen, E (2008). "Assessment of executive functions: Review of instru-ments and identification of critical issues". Archives of Clinical Neuropsychology. 2. 23 (2): 201–216. doi:10.1016/j.acn.2007.08.010

[34] Greene, J. D.; Sommerville, RB; Nystrom, LE; Darley, JM; Cohen, JD (2001). "An fMRI Investigation of Emotional Engagement in Moral Judgment". Science. 293 (5537): 2105–8. doi:10.1126/science.1062872

[35]Lieberman, M. D., Eisenberger, N. I., Crockett, M. J., Tom, S. M., Pfeifer, J. H., & Way, B. M. (2007). Putting feelings into words: Affect labeling disrupts amygdala ac-tivity in response to affective stimuli. Psychological Science, 18, 421–428.


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